Ich kann dies gar nicht mehr so richtig nachvollziehen, was genau der Auslöser dafür war. Der Start in die Ahnenforschung liegt nun über 20 Jahre zurück. Vermutlich „Schuld“ war die Familienbibel meiner Großeltern. Darin waren die Vorfahren meines Großvaters notiert und noch ein paar weitere Personen aus der Familie, die ich noch nicht kannte. So kam eins zum anderen und das Interesse wurde geweckt. Mit meiner Schwester zusammen habe ich dann angefangen nach und nach unsere Vorfahren zu notieren. Dazu nutzten wir eine Software zum Dokumentieren – leider weiß ich nicht mehr wie diese hieß….

Da wir beide aber noch jung waren und jeder mit Schule /Ausbildung beschäftigt war, geriet das Hobby erst mal wieder in den Hintergrund. Erst mit der Geburt meiner Tochter im Jahr 2009 kam ich erneut auf die Ahnenforschung. Damals war MyHeritage noch recht neu im Internet und ich auch sehr interessiert an der Möglichkeit die mir dort geboten wurde. Der Stammbaum war erstellt, aber so richtig in die Recherche ging ich nicht. Dazu hätte ich in Archiven und Kirchenbüchern stöbern müssen, was mir aber aufgrund der neuen Familiensituation nicht möglich war.
Also ruhte alles erneut – bis in 2022. Mittlerweile zwei Kinder, beide nicht mehr klein und zudem noch mehr Zeit, so dass ich mich mit dem Thema erneut auseinandersetzte. Und plötzlich waren da so viel mehr Möglichkeiten von zu Hause aus in die Recherche zu gehen! Ohne Termine zu machen, ohne Fahrtzeiten, ganz unkompliziert über Archive wie LAGIS, Archion und Ortsfamilienbücher. Natürlich kam ich auch dort an Grenzen. Da doch nicht alle meiner Vorfahren aus Hessen stammen, kam ich dort mit LAGIS nicht weiter. Auch die gesetzlichen Sperrfristen für Standesamteinträge brachten mich an manchen Stellen nicht weiter.
Ich gebe zu, dass ich bisher noch nicht die Möglichkeit ergriffen habe in den örtlichen Archiven zu stöbern oder anzufragen. Und trotzdem bin ich sehr weit gekommen – dank des Internets und der zunehmenden Digitalisierung. Mein nächster Plan ist nun, die fehlenden Informationen, welche den Sperrfristen unterliegen, in den zuständigen Standesämtern zu erfragen. Bisher blieb das einfach liegen – mein Hobby der Ahnenforschung wie ein Hop-On-Hop-Off-Bus beim Sightseeing. Mein Leben und meine Interessen verliefen nie gerade und in eine Richtung. Und trotzdem habe ich nun den Endschluss gefasst, meine Erfahrungen darüber in einem Blog zu teilen. Die Ahnen laufen einem ja nicht weg….. 😉
Welche Fehler ich anfangs gemacht habe (oder auch vielleicht noch immer mache), wie ich versuche meiner Daten Herr zu werden und welche Geschichten und Entdeckungen ich in der Zeit sammeln konnte – all das wird seinen Platz hier finden. Und vielleicht kann ich gerade Dir helfen, wenn du am Anfang deiner Ahnenreise stehst.
Herzlichst,
Michaela, die Vulkahnenforscherin
